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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Mögliche Ursache für mikrobiologische Belastung gefunden

Chlorung des Trinkwassers wird vorläufig fortgesetzt

Der Zweckverband Wasserversorger Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) hat in den vergangenen Wochen intensiv nach den möglichen Ursachen gesucht, die zur mikrobiologischen Belastung seines Trinkwassers geführt haben

Der Zweckverband Wasserversorger Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) hat in den vergangenen Wochen intensiv nach den möglichen Ursachen gesucht, die zur mikrobiologischen Belastung seines Trinkwassers geführt haben. Nun hat sich ein erster möglicher Anhaltspunkt ergeben. Nach der Untersuchung aller zugänglichen Anlagenteile des Versorgungssystems sowie beider Kammern des Hochbehälters Krottenbach wurde am 14. Oktober eine der beiden Kammern des Hochbehälters Pleinfeld entleert. Aktuell werden dort diejenigen Bauteile inspiziert, die unter Betriebsbedingungen nicht zugänglich sind. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde zwischen zwei Bauwerksteilen eine Fuge entdeckt, deren Abdichtung schadhaft ist. Über diese Fuge könnte bei sehr starken Regenfällen Niederschlagswasser in den Behälter eingedrungen sein. Diese Einschätzung teilt auch die Expertin des Technologiezentrums Wasser (tzw), Karlsruhe, das die Untersuchungen fachlich begleitet. Als Sofortmaßnahme lässt der WFW die Behälterabdichtung für die Fuge der leeren Wasserkammer erneuern. Die Trinkwasserversorgung während der Bauarbeiten wird über die zweite, 10.000 Kubikmeter fassende Wasserkammer sichergestellt. Sofern keine witterungsbedingten Verzögerungen eintreten, werden die Bauarbeiten bis Weihnachten 2014 abgeschlossen sein. Deshalb wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Nürnberg die Chlorung mindestens bis zum Abschluss der Bauarbeiten fortgesetzt. Im kommenden Frühjahr, zu Beginn der frostfreien Zeit, wird der WFW vorsorglich auch die Behälterabdichtung für die Fuge der zweiten Wasserkammer erneuern. Da zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eingeschätzt werden kann, ob die schadhafte Fuge die mikrobiologische Belastung tatsächlich verursacht hat, setzt der WFW die Untersuchung möglicher Ursachen unvermindert fort. Wenn das Trinkwasser des WFW den Hochbehälter Krottenbach am Einspeisepunkt in das Nürnberger Stadtnetz verlässt, beträgt der Chlorgehalt derzeit zwischen 0,08 und 0,1 Milligramm/Liter (mg/l). Dieser Wert liegt deutlich unter dem nach Trinkwasserverordnung zulässigen Wert von 0,3 mg/l. Es gilt weiterhin, dass der Genuss des Trinkwassers ohne jegliche Einschränkung möglich ist. Auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung kann das Trinkwasser jederzeit verwendet werden. Die N-ERGIE als Wasserversorger der Stadt Nürnberg wird die Bürgerinnen und Bürger über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden halten.

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