Tag der offenen Tür am 19. Juli 2009
Am 19. Juli 2009 veranstaltete der Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) in seinem Wasserwerk in Genderkingen einen Tag der offenen Tür. Von 11 bis 17 Uhr bot das kommunale Unternehmen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die seltene Möglichkeit, sich über die Arbeitsweise und Ausstattung eines der größten Grundwasserwerke Deutschlands zu informieren.
Da sich im Vergleich mit anderen Gebieten Bayerns in Mittelfranken eine besonders hohe Verbrauchsdichte und geringe jährliche Niederschlagsmengen bei gleichzeitig geringem Speichervermögen des Untergrundes gegenüber stehen, war es seinerzeit notwendig, weiter entfernte Trinkwasservorkommen zu erschließen. Im Mündungsgebiet des Lechs in die Donau mit seinen unerschöpflichen Vorräten stand genügend Grundwasser zur Verfügung, das in den Fränkischen Wirtschaftsraum um Erlangen, Fürth und Nürnberg geleitet werden konnte. Zur Durchführung dieses Vorhabens wurde im Jahre 1966 von 8 Landkreisen und 5 Städten der „Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum“ (WFW) gegründet.
Seit 36 Jahren ist für den WFW der Name Programm: mehr als 1,2 Millionen Menschen im nördlichen Schwaben und in Franken werden seit dem 16. Juli 1973 ganz oder teilweise mit Trinkwasser von höchster Qualität versorgt. Seither haben über 700 Millionen Kubikmeter Grundwasser den weiten Weg aus dem Mündungsgebiet von Lech und Donau nach Nordbayern angetreten. Ein hoher technischer Aufwand ist hierfür erforderlich. Dabei arbeitet der WFW als kommunaler Zweckverband gemäß Satzung ohne Gewinnerzielungsabsicht.
Um insbesondere der interessierten Bevölkerung aus dem Nahbereich des Wasserwerkes die täglich notwendigen Leistungen nahe zu bringen, hatte der WFW bereits aus Anlass seines 40´sten Gründungsjubiläums im Jahre 2006 beschlossen, einen Tag der offenen Tür auszurichten. Am Sonntag, den 19. Juli 2009 war es nun soweit. Mit einem reichhaltigen Angebot konnten sich cirka 1.000 Besucher über die Aufgaben, Einrichtungen und Ziele des Verbandes informieren. Neben den Erklärungen zu den technischen Anlagen informierten Experten an insgesamt acht verschiedenen Stationen auch über die Grundwassergewinnung – inkl. einer umfangreichen Ausstellung des Landesamtes für Umwelt - und den vorsorgenden Grundwasserschutz sowie die eigene Forstbewirtschaftung. Das Grundwasser im Wasserschutzgebiet Genderkingen weist von Natur aus eine besonders gute Qualität auf. So ist im Wasserwerk selbst nur noch ein geringer Aufbereitungsaufwand erforderlich, um die strengen Vorschriften der Deutschen Trinkwasserverordnung zu erfüllen und die dort festgelegten Grenzwerte stets deutlich zu unterschreiten.
Aber auch das spielerische Erfahren von Zusammenhängen mit dem lebensnotwendigen Trinkwasser nahm einen breiten Raum ein. So konnte jeder Besucher an der „Pumpstation“ erleben, wie mühsam es ist, den durchschnittlichen Tagesbedarf eines Bundesbürgers (ca. 125 Liter) mit einer Handpumpe zu fördern und sichtbar zu machen. Das mobile „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ bot z. B. mit der Wasserklangschale, einem Wasserstrudel oder mit Strömungstafeln weitere Möglichkeiten, sich mit dem Thema Wasser auseinander zu setzen.
Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt und zur Unterhaltung trugen die „Donau-Lech-Bläser“ aus Genderkingen bei.
Auch unter www.wfw-franken.de finden Interessierte u. a. Hinweise über die Geschichte und Aufgaben sowie die Anlagen des Zweckverbandes. Dort wird über den Weg des Wassers von der Gewinnung bis zum Weiterverteiler ebenso informiert wie über die Qualität des gelieferten Wassers.
Mit freundlichen Grüßen
ZWECKVERBAND WASSERVERSORGUNG
FRÄNKISCHER WIRTSCHAFTSRAUM
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Pressemitteilung (pdf-file)