WFW investiert fast 6 Mio. € in die Trinkwasserversorgung
Generalsanierung des Hochbehälters Krottenbach
Seit Juni 2008 wird der Hochbehälter Krottenbach bei Nürnberg generalsaniert. Für die Baumaßnahme, die voraussichtlich im Juli 2009 abgeschlossen sein wird, investiert der Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) 5,7 Mio. €. Damit sorgt der WFW dafür, dass auch in Zukunft in weiten Teilen Frankens die Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser sichergestellt wird.
Die Generalsanierung des 1973 in Betrieb genommenen Wasserhochbehälters sieht neben der Betonsanierung der beiden Wasserkammern auch die Modernisie¬rung des Belüftungssystem und der Beleuchtungstechnik vor. Daneben werden die Rohrleitungen und die Außenanlagen erneuert.
Sanierung bei laufendem Betrieb
Der Hochbehälter Krottenbach fasst in seinen beiden getrennten Kammern insge¬samt 60.000 Kubikmeter Trinkwasser. Seine Fläche von rund 70 auf 125 Metern entspricht der Größe eines großen Fußballfelds. Die Wasserkammern sind zwischen 7,6 und 10,2 Meter hoch und werden von zwei mal 72 Stützen getragen. Insgesamt wird während der rund 13-monatigen Bauzeit eine Fläche von 33.500 Quadratmetern saniert.
Maßgabe bei den Planungen war die störungsfreie Trinkwasserversorgung auch während der Baumaßnahmen. Deshalb werden die beiden Kammern nacheinan¬der saniert und die Bauarbeiten der ersten Kammer vom laufenden Betrieb der zweiten vollständig getrennt. Dafür sorgt u.a. eine staubdichte Schutzwand im Mit¬telgang zwischen den beiden Kammern. Das 50 Personen starke Bauteam arbeitet in zwei Schichten und ist in mehrere Kolonnen aufgeteilt, die entweder im Behälter oder am Zulaufkanal im Mittelgang tätig sind.
Im Behälter bearbeitet eine Gruppe die Wände, Stützen, Decke und den Boden: Mittels eines Höchstdruckwasserstrahls, der bis zu 2.500 bar erreichen kann, tragen die Arbeiter an sämtlichen Flächen 10 bis 15 Millimeter Beton ab. Nach dem Auftragen von Korrosionsschutzfarbe an freiliegenden Stahlbewehrungen beschichtet eine weitere Kolonne Wand- und Deckenflächen mit hochwertigem, für Trinkwasser geeigneten Spritzbetonmörtel. Auf den Behälterboden wird neuer Estrich aufgebracht.
Nach der Fertigstellung aller Arbeiten in Kammer 1 Mitte Dezember 2008 beginnt nach demselben Schema die Sanierung der Kammer 2. Vor der jeweiligen Inbe¬triebnahme werden die Kammern noch desinfiziert und gespült.
Bedeutung des Hochbehälters Krottenbach
Der Hochbehälter Krottenbach ist ein wesentlicher Bestandteil der Anlagen für die Trinkwasserversorgung im Großraum von Nürnberg. Er speist sich aus Grundwas¬ser, das im ca. 100 Kilometer entfernten Wasserwerk Genderkingen, im Lech-Donau-Mündungsgebiet, gewonnen wird.
Eine in der Zuleitung zum Hochbehälter eingebaute Turbine nutzt die Energie des einlaufenden Wassers für die Stromerzeugung. Der Strom wird an die N-ERGIE Aktiengesellschaft verkauft. Vom Hochbehälter Krottenbach gelangen jährlich knapp 30 Millionen Kubikmeter Trinkwasser nach Nürnberg, Fürth, Erlangen und über weitere Zweckverbände bis vor die Tore Würzburgs und Bayreuths. In Nürnberg stammt rund 35 Prozent des Trinkwassers aus Genderkingen bzw. dem Hochbehälter Krottenbach.
Aufgaben von Hochbehältern:
Hochbehälter erfüllen drei wichtige Aufgaben:
Größter Fernwasserversorger Bayerns
Der Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum ist der größte Fernwasserversorger Bayerns. Er wurde 1966 gegründet, um den Trinkwasser¬bedarf insbesondere des Großraumes Nürnberg langfristig zu sichern.
Mitglieder des WFW sind die Landkreise Ansbach, Eichstätt, Erlangen-Höchstadt, Fürth, Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Nürnberger Land, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen, die Städte Erlangen, Fürth, Schwabach und Weißen¬burg sowie die N-ERGIE Aktiengesellschaft für die Stadt Nürnberg. Die Betriebs- und Geschäftsführung des WFW liegt bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft.
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Pressemitteilung vom 1.10.2008 (PDF-File)
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Auftragen von Spritzbeton auf die Stützkopfverstärkungen der Säulen Bild: Kachelriess |
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Blick in den bereits sanierten Teil der Behälterkammer 2 Bild: Pohl |
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