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Jubiläum „40 Jahre WFW“

Pressemitteilung: 01.06.2006 Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) vor 40 Jahren gegründet

Vor genau 40 Jahren – am 7. Juni 1966 – wurde der Zweckverband „Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum“ (WFW) gegründet. Der Verband ist ein Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit der Städte, Landkreise und Gemeinden in der Region.

Entstehung des Zweckverbandes WFW

Mitte der 60-er Jahre konnte in Erlangen, Fürth, Nürnberg und den benachbarten Städten und Landkreisen der steigende Trinkwasserbedarf nicht mehr allein aus eigenen Vorkommen gedeckt werden. Im Vergleich zu anderen Regionen Bayerns stehen sich hier eine besonders hohe Verbrauchsdichte und geringe jährliche Niederschlagsmengen bei gleichzeitig geringem Speichervermögen gegenüber. Es war deshalb notwendig, weiter entfernte Trinkwasservorkommen im Donau-Lech-Dreieck zu erschließen. Um dieses Vorhaben zu realisieren, wurde am 7. Juni 1966 der Zweckverband WFW als Körperschaft des öffentlichen Rechts gegründet. Mitglieder sind derzeit acht Landkreise und fünf Städte der Region. Mit der Betriebs- und Geschäftsführung des Verbandes wurde damals die EWAG, Energie- und Wasserversorgung AG, Nürnberg, beauftragt. Heute liegt sie bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg, die im Jahre 2002 aus der Verschmelzung der EWAG mit dem Fränkischen Überlandwerk AG (FÜW) hervorging.

Nordbayerischer Verbund

Seit 1973 liefert der Zweckverband Wasser an Erlangen, Nürnberg, Schwabach und Weißenburg; seit 1978 an die Stadt Treuchtlingen und seit 1980 an den Zweckverband Fernwasserversorgung Franken (FWF). Durch die Wasserlieferung an den Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberggruppe (RBG) im Jahr 1987 und an den Zweckverband Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) im Jahr 1998 ist ein großer fränkischer Verbund zum westmittelfränkischen, unterfränkischen und oberfränkischen Raum entstanden.

Anlagen des WFW

Das Wasserwerk des Zweckverbandes in Genderkingen liegt im Mündungsgebiet des Lechs in die Donau. Dort wird das Grundwasser über drei Horizontalfilterbrunnen gewonnen und in den ca. 155 Meter höher gelegenen Scheitelbehälter Graisbach gepumpt. Von dort fließt das Wasser durch eine Fernleitung bis nach Erlangen und weiter Richtung Bamberg und Unterfranken. Bei einem Durchmesser von bis zu 1.400 Millimeter hat die WFW-Leitung eine Länge von 101 Kilometer. Die maximale Förderleistung des WFW von 172.800 Kubikmeter pro Tag ist über Bezugsrechte bis ins Jahr 2023 vergeben. Mit 27,9 Mio. Kubikmeter erreichte der WFW im Jahre 2005 die höchste Trinkwasserabgabe. Die bisher höchste Tagesabgabe wurde im Mai 2005 mit rd. 133.842 Kubikmeter gemessen. Seit seiner Gründung sind aus den Anlagen des Zweckverbandes weit über 600 Millionen Kubikmeter bestes Trinkwasser nach Nordbayern und insbesondere nach Nürnberg geflossen.

Ausgezeichnete Trinkwasserqualität

Die Qualität des vom Zweckverband WFW abgegebenen Trinkwassers ist ausgezeichnet. Ein niedriger Gehalt an Nitrat, Kalium, Chlorid und Sulfat sowie keine chlorierten Kohlenwasserstoffe (CKW) und Pflanzenschutzmittelrückstände sind nur einige Beispiele dafür, dass sich die über 30-jährige Tradition des vorbeugenden Grundwasserschutzes ausgezahlt hat. Eine wesentliche Voraussetzung dafür war das mit der Verordnung des Landratsamtes Donau-Ries vom 7.5.1973 ausgewiesene Trinkwasserschutzgebiet. Die Verordnung weist ein 2.136 Hektar großes Schutzgebiet aus. Die WFW-Eigentumsflächen von 635 Hektar – fast ausschließlich Wald – betreut durchweg eigenes Forstpersonal. Ziel war und ist die Rückführung in einen standortgerechten Auwald. Für diese Bemühungen erhielt der WFW im Jahre 2004 den Bayerischen Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung.

Für die Zukunft gut gerüstet

Der Zweckverband WFW ist auch für die Zukunft gut aufgestellt. Neben der gezielten Instandhaltung der bestehenden Anlagen wurde u. a. bereits 1987 ein Wasserschutzgebiet für das Erschließungsgebiet einer zweiten Ausbaustufe ausgewiesen. Ebenso zukunftsweisend ist die neue Anlagensteuerung mit Automationstechnik im Wasserwerk. Der Verbund mit den ebenfalls kommunal bestimmten Zweckverbänden FWO, FWF und RGB stellt die Wasserversorgung des fränkischen Raumes auf ein gesichertes Fundament. Der WFW ist dabei die zentrale Stütze dieses Verbundes.

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