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Trinkwasser für Franken

Bis Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts war der Trinkwasserbedarf in Teilen von Mittelfranken so weit angestiegen, dass die eigenen Wasservorkommen zur Bedarfsdeckung nicht mehr ausreichten. Hier stehen sich, im Vergleich mit anderen Teilen Bayerns, eine besonders hohe Verbrauchsdichte und geringe jährliche Niederschlagsmengen bei gleichzeitig geringem Speichervermögen des Untergrunds gegenüber. Es war deshalb notwendig, weiter entfernte Trinkwasservorkommen zu erschließen.

Im Mündungsgebiet des Lechs in die Donau stand genügend Grundwasser zur Verfügung, das in den Fränkischen Wirtschaftsraum um Erlangen, Fürth und Nürnberg geleitet werden konnte.

Zur Durchführung dieses Vorhabens wurde am 7. Juni 1966 der „Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum“ (WFW) gegründet.


Anlagen des Zweckverbandes WFW

Der Zweckverband liefert seit Juli 1973 Trinkwasser nach Franken. Die max. Förderleistung beträgt 2.000 Liter je Sekunde (l/s) oder 172.800 m3 je Tag. Im Wasserwerk Genderkingen wird das in der Fassung Schönenfelderhof geförderte Grundwasser in einer Belüftungs- und Filteranlage aufbereitet und aus dem Reinwasserbehälter in den Scheitelbehälter Graisbach gepumpt. Von dort fließt das Wasser unter geodätischem Druck durch die Fernleitung über die Hochbehälter Pleinfeld und Krottenbach bis Erlangen und weiter Richtung Bamberg. Einzelheiten sind u. a. unter dem Stichwort „Der Weg des Wassers“ zu finden.


Nordbayerisches Verbundsystem

Mit dem Anschluss der Zweckverbände Fernwasserversorgung Franken (FWF), Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) und Reckenberggruppe (RBG) ist ein Verbund zum westmittelfränkischen, unterfränkischen und oberfränkischen Raum entstanden. Dieses Verbundsystem ist in der Lage, Trinkwasser aus dem Lech-Mündungsgebiet bis nach Kronach (FWO), Würzburg (FWF) und Gunzenhausen (RBG) zu liefern. Wie sich aus dem Übersichtsplan leicht ablesen lässt, stellt das System die Wasserversorgung des fränkischen Raumes auf ein gesichertes Fundament. Der WFW ist dabei eine zentrale Stütze dieses Verbundes.


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