
Dr. Andreas Urschlechter, erster Verbandsvorsitzender des WFW
Die flächendeckende Bereitstellung von sauberem Trinkwasser liegt in der Hand der Kommunen. Gemäß Grundgesetz und Bayerischer Verfassung sind Städte und Gemeinden in der Pflicht, ihre Bevölkerung dauerhaft an ein leistungsfähiges Wassernetz anzubinden.
Bis Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war der Trinkwasserbedarf in Teilen von Mittelfranken so weit angestiegen, dass die eigenen Wasservorkommen nicht mehr ausreichten. Hier stehen sich, im Vergleich mit anderen Teilen Bayerns, eine besonders hohe Verbrauchsdichte und geringe jährliche Niederschlagsmengen bei gleichzeitig geringem Speichervermögen gegenüber. Es war deshalb notwendig, weiter entfernte Trinkwasservorkommen zu erschließen. Im Mündungsgebiet des Lechs in die Donau stand genügend Grundwasser zur Verfügung, das in den Fränkischen Wirtschaftsraum um Erlangen, Fürth und Nürnberg geleitet werden konnte.
Zur Durchführung dieses Vorhabens schlossen sich verantwortungsvolle Politiker zusammen und gründeten am 7. Juni 1966 den „Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum“ (WFW). Mit der Betriebs- und Geschäftsführung des Verbandes wurde seinerzeit die EWAG, Energie- und Wasserversorgung AG, Nürnberg, beauftragt.
Heute nimmt deren Rechtsnachfolgerin, die N-ERGIE Aktiengesellschaft, die Betriebs- und Geschäftsführung wahr. Der Betrieb der Anlagen wird durch das zum N-ERGIE Konzern gehörende Tochterunternehmen AquaOpta GmbH ausgeführt.
Mit dem Anschluss der Zweckverbände
ist ein Verbundsystem entstanden, das Trinkwasser aus dem Lech-Mündungsgebiet bis nach Kronach, Würzburg und Gunzenhausen liefern kann.
|
|
Übersichtsplan über die Versorgungsgebiete der nordbayerischen Fernwasserzweckverbände: |
|
Übersichtsplan zum Download (0,4 MB) |
|